Biografie

Die Kindheit

Rebecca Pidgeon wurde am 10. Oktober 1965 als Schwester von Matthew Pidgeon in Cambridge/Massachusetts geboren. Sie wuchs aber größtenteils in Edinburgh/Schottland auf, wo ihre Eltern 1968 hingezogen waren.

Über Ihre Eltern konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen, außer dass ihr Vater Professor am MIT war.

Ihre Ausbildung

Während ihrer Studienzeit an der renomierten Royal Academy of Dramatic Arts (sie lernte dort das Schauspielern) lernte sie Roger Fife kennen, der sie bat auf seinem Demo-Band zu singen.
Bis zu diesem Zeitpunkt spielte Gesang in ihrem Leben eine untergeordnete Rolle; sie sang nur in ihrer Freizeit um sich zu entspannen. Doch nun entdeckte sie ihr Gesangstalent zum ersten Mal, und begann ihre Stimme zu trainieren und erste eigene Songs zu schreiben.

Rebecca sagte über diese Zeit in einem Interview folgendes:

„I didn’t know I was a singer at all, at first I felt ridiculous, because I hadn’t trained to be a singer, hadn’t even planned it. It didn’t feel like a genuine singer, and the first songs I wrote didn’t feel like real songs. It was only when people started saying to me, ‚That’s a wonderful song‘ that I finally began believing I was a singer and a songwriter“.

Die Entstehung von Ruby Blue

Zusammen mit Roger Fife nahm sie einige Demo-Bänder unter dem Namen „R‘ n‘ R“ auf und sie schickten die Bänder 1986 an verschiedene Plattenfirmen.
Der Chef des unabhängigen Labels „Red Flame Records“ aus London, Dave Kitson, interessierte sich für die Gruppe und kurz darauf war die Band „Ruby Blue“ in einem verrauchten Pub in Bloomsbury geboren.

Januar 1987 wurde in den Londoner Silent Music Studios auch schon ihr erstes Album „Glances Askances“ aufgenommen, allerdings zunächst nur die A-Seite. Die B-Seite wurde von April bis August des gleichen Jahres in den Livingston Studios London aufgenommen, bei der auch Rebecca Pidgeons Bruder Matthew Pidgeon an der Gitarre mitwirkte.
Da „Ruby Blue“ bisher aus nur zwei festen Mitgliedern bestand, machten Rebecca und Roger sich auf die Suche nach weiteren Bandmitgliedern und fanden bald Anthony Coote & Erika Spotswood. Es folgten mehrere kleine Auftritte und ein Gastspiel in Lissabon bis die Gruppe im April 1988 die Single „Because“ veröffentlicht und weitere Auftritte folgen ließ.

Den großen Auftrieb erhielt die Gruppe über die 1989 veröffentlichte Single „Bloomsbury Blue“. Sie wurde viel im Radio gespielt und förderte so die Publicity der Gruppe. Sie wurden so erfolgreich, dass sie im Mai 1989 zum Fontana Label wechselten unter welchem sie noch im selben Jahr ihr bisher größtes Album „Down From Above“ in den Master Rock Studios unter der Leitung von Tony Philips aufnahmen.

Die Schauspielerin

Rebecca Pidgeon vernachlässigte während dieser Zeit aber keineswegs ihren eigentlichen Beruf, die Schauspielerei, sondern arbeitete nebenbei noch bei der BBC und studierte beim National Theatre of London ein Stück von David Mamet ein, Name „Speed-The-Plow“ (Dieser Schriftzug steht übrigens auf der Rückseite des CD-Booklets von „Glances Askances“).

Als David Mamet zur Überwachung des Theaterstücks nach London reiste, kamen er und Rebecca Pidgeon sich näher und wie es das Schicksal so treibt, gingen beide ihren Weg gemeinsam; privat wie auch beruflich. David Mamet schrieb einige der Texte für Rebecca Pidgeon (etwa „Primitive Man“, „Epitaph“, weitere folgten).

Das Ende von Ruby Blue

Ende 1989 und Anfang 1990 erreichte die Gruppe Ruby Blue wohl ihren Höhepunkt; sie gingen auf Tour durch England und hatten gemeinsame Konzerte mit Lyle Lovett und Van Morrison. Es gab Einladungen zu Interviews von den großen Radiosendern und ihre Singles verkauften sich wie warme Brötchen.
Jedoch hielt die Gruppe den hohen Erfolgsdruck nicht sehr lange aus, denn auch organisatorisch gab es einige Probleme:
Rebecca Pidgeon arbeitete neben der Gesangskarriere weiter an ihrer Karriere als Schauspielerin, in der sie ebenfalls sehr erfolgreich und gut beschäftigt war. Mit der Heirat von Rebecca Pidgeon & David Mamet 1990 entschließt sie sich, zurück in die U.S.A. zu gehen, womit das Ende von Ruby Blue praktisch besiegelt war.

Zwar versuchte Fontana die Band auch ohne Rebecca noch zusammen zu halten, doch das Herzstück, die kristallklare Stimme, erwies sich als unersetzbar.
So fiel Ruby Blue die Ruhmesleiter hinab und landete wieder bei David Kitson und Red Flame Records, während Rebecca Pidgeon ihrer Schauspiel-Karriere nachging.
Ruby Blue brach jedoch nicht auseinander sondern brachte 1993 noch ein neues Album namens „Almost Naked“ heraus.

Die Sängerin

1994 nahm Rebecca dann ihr erstes Solo-Album „The Raven(anhören) in den MasterSound Studios in New York auf.
Ein Großteil der Songs, etwa „Grandmother“, „Her Man Leaves Town“ und „Remember Me“ stammten noch aus „Ruby Blue“-Zeiten, wurden aber in wesentlich besserer Qualität gespielt, aufgenommen und abgemischt. Das Album verkaufte sich gut und ist neben CD auch auf Vinyl und Gold-CD erhältlich (seit 2001 auch auf SACD).
Am 21. September 1994 wurde Clara Mamet, gemeinsame Tochter von David Mamet und Rebecca Pidgeon,  geboren.

1995 nahm Rebecca, inzwischen Mutter der erst wenige Monate alten Tochter Clara, in knapp drei Tagen ihr zweites Solo-Album „The New York Girls‘ Club(anhören) auf, welches übrigens genau wie „The Raven“ von Bob Katz abgemischt wurde.

1998/1999, nach einer längeren Babypause, findet die inzwischen zweifache Mutter (ihr Sohn Noah wurde am 1. Februar 1999 geboren) neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin die Zeit ihr drittes Album „Four Marys(anhören) aufzunehmen.
Dieses Album hat nun nichts mehr mit „Ruby Blue“ zu tun, so ist es auch ihr erstes Solo-Album, welches ohne Anthony Coote aufgenommen wurde. Sie beschäftigte sich hier vor allem mit ihrern schottischen Wurzeln indem sie alte Volkslieder neu eingesungen hat.

Seit dem Jahr 2001 hielten sich beständig Gerüchte, Rebecca Pidgeon würde ein neues Album aufnehmen, das den Titel „Tangerine“ tragen sollte. Ganz falsch war diese Information nicht, wenngleich es bis zu besagtem Album noch sechs Jahre dauern würde.

2003 erschien im April eine ‚Best Of‘-CD von ihr, die den Namen „Retrospective(anhören) trägt. Das Album ist als LP und SACD bei Chesky erschienen, spielt dank Hybrid-Beschichtung aber auch auf normalen CD-Spielern.

2006 erschien dann ihr Album „Tough On Crime(anhören) welches zumindest einen Titel namens „Tangerine“ enthält.

2008 erscheinen zum Einen der von ihr erstellte Soundtrack zum Film „RedBelt“ (kaufen) unter dem Titel „Behind The Velvet Curtain(anhören) als auch eine ausschließlich auf iTunes veröffentlichte EP namens „The Blackboard Acoustic Session„.

Im Jahr 2010 tourte sie als Support von Jeffrey Gaines sieben Tage lang durch sechs US-Locations, darunter Delaware, Pennsylvania und Kalifornien. Eine Zusammenfassung ihrer Reise habe ich im Blog erstellt.