Rebecca Pidgeon & David Mamet – was wäre wenn?

Als ich kürzlich die Entstehungsgeschichte von Rebecca Pidgeons Musikkarriere, insbesondere die Zeit mit Ruby Blue, auseinander klabüstert habe, kam mir der Gedanke, wie ihre Karriere (Schauspielerei und Musik) wohl verlaufen wäre, wenn sie und David Mamet nicht zusammengekommen wären.

Ich verfolge auch ihre Filmkarriere ja schon eine Weile und so hat mich das Interview mit ihr von Luis Pedron zum Film RedBelt (siehe Bereich „Videos“) auch sehr aufgeregt, da er sich scheinbar in keinster Weise mit ihr beschäftigt hatte und folgende Frage stellte:

How did you get involved in a David Mamet film?

Wenn Luis Pedron sich auch nur ansatzweise mit der Biografie von Rebecca Pidgeon beschäftigt hätte, wüsste er wie peinlich diese Frage ist.
Es liegt nicht nur daran, dass sie mit David Mamet verheiratet ist und es so naheliegend ist, dass sie in seinen Filmen mitspielt (das macht Tim Burton mit seiner Frau Lisa Marie Smith genauso), denn überdies hinaus verfügt sie über eine exzellente schauspielerische Ausbildung und hat zuvor bereits in zig anderen David Mamet Filmen mitgespielt.

Luis Pedron tut so, als wäre der Film RedBelt nun etwas ganz großartig Besonderes, was er eigentlich nur aufgrund des großen Presseinteresses ist. Für Rebecca Pidgeon gehört es zum Alltag filmerisch mit David Mamet zusammen zu arbeiten.

Die Frage lautet nun also, was wäre wenn David Mamet und sie sich bei den Proben zu „Speed the plow“ nicht näher kennen gelernt hätten?
Wäre Rebecca Pidgeon dann als Schauspielerin ebenso erfolgreich wie heute geworden?
Wäre ihre Musikkarriere, die David Mamet seit jeher ebenfalls unterstützt, dann ebenso erfolgreich geworden wie heute?

Ich glaube weder daran, dass Rebecca zurück in die USA gegangen wäre, noch dass sie mit der Band Ruby Blue den großen Durchbruch gehabt hätte.  Auch schauspielerisch habe ich meine Zweifel ob es zum großen Durchbruch gereicht hätte, denn gerade in ihrer Anfangszeit als Schauspielerin wurde sie von Kritikern oft als nur mäßig begabt bezeichnet.

Für Rebecca ist es also ein großes Glück, David Mamet kennengelernt zu haben und ich bin froh, dass sie sich gegenseitig in so vielen Belangen unterstützen, sodass sie all ihre Talente ausleben kann und nun auf eine gefestigte Schauspiel- und Musikkarriere zurückblicken kann.

So wie David Mamet den Sprung vom Pult in die Praxis mit Hilfe seiner ersten Ehefrau Lindsay Crouse schaffte, verhalf er wiederum Rebecca dabei in der Schauspielwelt Fuß zu fassen. Ich bin schon gespannt, in welcher Weise Rebecca ihren Kindern bei der Karriere helfen wird 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.