Slingshot (2011)

rebecca-pidgeon-slingshot-820x547 Slingshot (2011)

Tracklisting

  1. Get Up Get Out (3:33 min.) (Rebecca Pidgeon, David Batteau, Larry Klein)
  2. Sweet Hand Of Mercy (4:29 min.) (Rebecca Pidgeon, David Batteau, Larry Klein)
  3. Disintegration Man (5:01 min.) (Rebecca Pidgeon, Larry Klein)
  4. A Lonely Place (3:34 min.) (Rebecca Pidgeon, Freedy Johnston)
  5. Tremble (3:46 min.) (Rebecca Pidgeon, David Batteau, Larry Klein)
  6. Baby Please Come Home Again (3:35 min.) (Rebecca Pidgeon, David Mamet)
  7. Kiss Me (5:02 min.) (Rebecca Pidgeon, David Batteau, Larry Klein)
  8. Is Anyone? (3:24 min.) (Rebecca Pidgeon, David Batteau, Larry Klein)
  9. I Still Feel That (4:28 min.) (Rebecca Pidgeon, Bracy, Larry Klein)
  10. I Loved No-One (3:42 min.) (Rebecca Pidgeon, Freedy Johnston)
  11. Searching For A Heart (3:31 min.) (Warren Zevon)
  12. Slingshot (3:46 min.) (Rebecca Pidgeon, David Batteau, Larry Klein)

Rezension

„Get Up Get Out“ reißt einen gleich zu Beginn der CD mit. Ein flippiger Song mit viel Schwung und der gewohnt ruhigen Stimme von Rebecca Pidgeon. Schnelles Gitarrenspiel nimmt den Hörer mit auf eine persönliche Reise durch das eigene Ich und darüber hinaus in die weite Welt. Mit viel Schmiss versteht sich der Song als Mutmacher, Aufmunterer und Motivation loszuziehen und Neues zu entdecken.

Geradezu gegenteilig kommt „Sweet Hand Of Mercy“ daher. Ruhiges, stilles Klavierspiel leitet den zweiten Song ein und man beginnt unwillkürlich in Tagträumereien abzudriften. Eine rhythmische Ballade, wie wir sie seit langem nicht mehr von Rebecca Pidgeon gehört haben.

Zusammen mit Larry Klein, den wir bereits vom Album „Tough On Crime“ kennen, entstand auch der dritte Song „Disintegration Man“. Ein fetziges Jazzstück zum mitwippen. Definitiv ein Song von dem ich gerne mal eine Liveversion hören würde — sehr gerne auch unplugged.

An den Charme der 20er Jahre erinnernd schwingt sich „A Lonely Place“ in unsere Ohren. Genau das richtige Stück um dabei sonntags dröge Brötchen und harten Kaffee zu frühstücken.Freedy Johnston

„Tremble“, engl. für zittern, ist ein traurig daherkommender Song über Beziehungsprobleme, der sehr schön arrangiert und fein abgestimmt ist. Nichts sticht hier so sehr heraus wie die Stimme von Rebecca Pidgeon. Sauber untermalt von den Instrumenten und Background-Stimmen.

Mit dem sechsten Song, „Baby Please Come Home Again“, ist auch schon die Hälfte der CD erreicht und man fühlt sich schlagartig an das 98er Album „Four Marys“ erinnert. Eine Ballade, wie sie triefender nicht sein könnte — was sicher auch daran liegt, dass der Song zusammen mit ihrem Mann David Mamet entstanden ist.

„Kiss Me“ nimmt nicht bloß die ruhige Stimmung von „Baby Please Come Home“ nahtlos auf sondern entwickelt sich zu einem wunderschönen Liebeslied.

„Is Anyone?“ weist auf meiner CD bereits in den ersten Sekunden leider unschöne Verzerrer in der Stimme von Rebecca Pidgeon auf, was den Genuss dieses Schmuseliedes leider ein wenig mindert.

Das traurige Liebeslied „I Still Feel That“ erinnert mich an das Album „This Fire“ von Paula Cole. Sehr basslastig trägt sich der Song fast wie von selbst. Leider schmähen auch hier einige Verzerrer den Musikgenuss. Sowas muss nun wirklich nicht sein!

Der nächste Song überraschte mich sehr. Geradezu radiotauglich kommt „I Loved No-One“ daher. Schmissig mit eingängigen Reimen und Refrain kann ich mir sogar vorstellen, dass er auf NDR2 gespielt wird — und das erwartet man bei einem Album von Rebecca Pidgeon eigentlich nicht.

Ruhiger wird es wieder mit „Searching For A Heart“ und treibt einem fast die Tränen in die Augen, so authentisch wie Rebecca Pidgeon den Song von Warren Zevon aus dem Jahre 1991 besingt.

 

Das Album verdankt seinen Titel dem letzten Stück „Slingshot“ (Zwille) und lässt das Album damit fast schon einschläfernd ruhig enden.

Fazit

„Slingshot“ ist die logische Weiterentwicklung von Rebecca Pidgeons bisheriger Singer/Songwriter-Karriere und kombiniert den klassischen schottischen Folk ihres Albums Four Marys mit ihren poppigeren Alben wie Tough On Crime. Es ist nun schon das dritte Album in Folge, welches sie zusammen mit Larry Klein aufnahm und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass diese lang ersehnte Zusammenarbeit Früchte trägt.

Dieses Album bei Amazon anhören