The Blackboard Acoustic Session (2008)

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Da es sich bei dieser EP um eine ausschließlich über iTunes vertriebene Version handelt (Label: Great American Music Company/F2K), sind die Hintergrundinformationen über dieses Album sehr spärlich geraten.

Tracklisting

  1. Army Brat
  2. Baby Please Come Home
  3. Lay Me Down
  4. Sheffield Steel

Rezension

Das erste Stück, „Army Brat“, startet mitten in dämlichen und meiner Meinung nach überflüssigen Witzen über den 2. Weltkrieg, was sich nur dadurch rechtfertigen lässt, dass es sich ja um einen Armeewitwen-Song handelt.
Die Aufnahme kann mich nicht überzeugen. Rebecca selbst ist zwar gut ausgesteuert, doch die Background-Vocals übersteuern und verzerren völlig – eigentlich eine Zumutung wenn man die sauberen Aufnahmen von Chesky gewohnt ist. Der Drummer und die Melodiegitarre spielen sauber, gleichmäßig und unauffällig im Hintergrund mit, aber ab Minute 2:22 zupft irgendjemand arhythmisch eine Ukulele.
Für einen Liveabend in einer Kneipe ist der Song durchaus okay, aber als Aufnahme herausgegeben hätte ich das an ihrer Stelle nicht.

„Baby Please Come Home“ ist ein ruhigeres Lied, welches wir bereits vom Album „Behind the velvet curtain“ kennen. Es ist etwas leiser aufgezeichnet und dadurch verzerren die Background-vocals nicht mehr, was dem Stück sehr gut tut. Rebeccas Stimme tritt deutlich in den Vordergrund, ist aber nicht so klar wie in den Aufnahmen von „The Raven“ oder dem „New York Girls‘ Club„.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Abmischung inzwischen geändert wurde, aber im dritten Track kommt Rebeccas Stimme noch ein Stück besser zum Vorschein. Der Song ist als langsamer Walzer geschrieben und noch etwas ruhiger als der Zweite; dennoch knarzen die Mitsänger im Hintergrund.

Der letzte Song nimmt noch einmal richtig Fahrt auf und präsentiert sich uns als schmissiger, von Countrymusik angehauchter, Folksong; lädt geradezu zum Mitwippen ein. Doch auch dieser bleibt hinter meinen audiophilen Erwartungen weit zurück.

Fazit

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die EP am Samstagvormittag, nach einem Auftritt am Freitag, in einer leeren Kneipe mit Eventequipment aufgezeichnet wurde, bevor die Band den Wochenendeinkauf erledigen wollte.
Die Aufnahmequalität geht höchstens als sehr guter Mitschnitt durch und auf einmal wird einem klar, wieso da keine CD draus wurde: The Blackboard Acoustic Session hört man am besten mit Kopfhörern.